Was wäre, wenn dein Traum kein Traum ist?
Manchmal frage ich mich, warum wir unsere größten Wünsche so gern kleinreden.
Wir nennen sie „Träume“. Als wären sie etwas Unverbindliches. Etwas, das man haben darf, aber bitte nur im Kopf. Nicht im echten Leben.
Dabei gibt es doch diese eine Sache. Diese Idee. Dieses leise Stimme im Kopf. Dieser Gedanke, der immer wieder auftaucht, egal wie beschäftigt wir sind oder wie erwachsen wir uns gerade fühlen wollen. Und jedes Mal, wenn er kommt, denken wir kurz: Was wäre, wenn? Was wäre, wenn das mein Leben wäre…das wäre so krass!
Und schieben ihn dann wieder weg. Zurück zu all den anderen “Spinnereien” die uns glücklich machen würden.
Vielleicht, weil Träume unbequem sind. Sie passen selten in Lebensläufe, noch seltener in Erwartungen der Gesellschaft, unserer Freunde oder auch Familienmitgliedern. Sie machen uns angreifbar. Und sie stellen eine ziemlich unbequeme Frage: Lebst du wirklich das Leben, das du willst, oder nur das, das sinnvoll erscheint?
Als Kinder hatten wir diese Diskussion und Zweifel nicht. Wir wollten alles. Und wir wollten es egal um welchen Preis. Wir hatten keine Angst davor, falsch zu liegen. Kein Sicherheitsdenken. Keine innere Stimme, die ständig „vernünftig sein“ ruft. Die kam erst später. Zusammen mit all den Meinungen, Ratschlägen und gut gemeinten Warnungen.
Irgendwann fängt man an zu zweifeln. Nicht nur an seinen Träumen, sondern an sich selbst. Man fragt sich, ob das, was man wirklich will, überhaupt realistisch ist. Ob es sicher ist. Ob man sich das leisten kann, emotional, finanziell, gesellschaftlich.
Und Achtung! Die Wege, die sich sicher anfühlen, sind oft die, die uns am wenigsten berühren. Und ja, die unbekannten Wege sind beängstigend. Aber sie sind auch die einzigen, auf denen etwas wirklich großes passiert. Auf denen wir wachsen. Auf denen wir uns selbst begegnen und ehrlich zu uns selbst sind.
Mein Vater hat einmal etwas gesagt, das mir bis heute im Kopf geblieben ist:
Nichts im Leben ist wirklich sicher.
Ein Wirtschaftscrash, eine Krise, ein Umbruch und all die vermeintlichen Sicherheiten, die wir uns so hart erarbeiten sind plötzlich nur noch Theorien. Also warum klammern wir uns so verzweifelt an etwas, das es eigentlich gar nicht gibt?
Vielleicht liegt echte Sicherheit woanders. Im Vertrauen in sich selbst. In dem Wissen, dass man sich auffangen kann. Dass man sich neu erfinden darf. Dass man nicht perfekt sein muss, sondern ehrlich. Seinen eigenen Weg geht und nicht den der anderen.
Und vielleicht, nur vielleicht, ist dieser Traum, der dich nicht loslässt, kein Zufall. Erlaube dir einmal die Vorstellung, dass dieser Traum eine Erinnerung daran ist, wer du sein wolltest, bevor dir jemand erklärt hat, wer du sein solltest!
Also wenn du diesen inneren Ruf hörst: Hör hin. Geh los. Probier es aus. Mach es ehrlich, mach es mutig, mach es auf deine Art. Werde die Hauptfigur deines eigenen Lebens und nicht die Nebenrolle in einem gut organisierten Alltag.
Denn am Ende ist da diese eine Gewissheit: Zu wissen, wer man ist, fühlt sich besser an als jede scheinbare Sicherheit. Und dieses Gefühl kann dir niemand nehmen. Nicht mal das Leben selbst.
Wenn du dich ermutig fühlst, deinen Traum endlich zu leben und nicht nur zu träumen, dann hör dir auf jeden Fall meine Podcast Folge Dem Ruf deiner Seele folgen -Lebe deinen Traum dazu an!